Nonzens

In diesem Artikel findest du eine Liste von Grundsätzen, über die ich denke, dass es sich lohnen kann zu versuchen, nach ihnen zu leben. Ich zumindest versuche es, von Zeit zu Zeit. 😉

Anschließend wird noch erläutert, inwiefern man eins auf dem anderen aufbauen lassen kann.

Natur

Alles ist Produkt von Zufall und/oder Vorherbestimmtheit. Sinn ist nicht inhärent, sondern persönlich oder sozial konstruiert. Außerdem können wir uns von Märchen wie „freiem Willen“ verabschieden, und die Eleganz würdigen, mit der komplexes Verhalten emergent aus der Interaktion von elementaren Prozessen in Kohlenwasserstoff-Säcken wie uns und anderen Tieren entsteht.

Wasser

Dinge passieren. „Sei Wasser, mein Freund.“ Passe dich Veränderungen an. Wenn du an eine Weggabelung kommst, nimm sie. Stemme dich nicht gegen das Unausweichliche.

Schmerz

Schmerz ist unausweichlich, Leiden ist optional. Du wirst nicht für deinen Ärger bestraft, dein Ärger bestraft dich. Versuche aktiv auch in Krisen Chancen auf etwas Positives zu finden.

Vergänglichkeit

Alles ist vergänglich. Denke immer daran.

Akzeptanz

Da nichts perfekt ist, ist alles perfekt. Akzeptiere Dinge, wie sie sind, und mach das beste aus ihnen.

Einsheit

Es gibt kein „ich gegen dich“, „du gegen mich“. Nicht nur im biologisch-materialistisch Sinn sind wir eins, wir sitzen auch alle im gleichen Boot, was das Bessermachen unserer Welt angeht.

Liebe

Üb dich in Geduld mit anderen Menschen, und Freundlichkeit entsteht von alleine. Habe keine Vorurteile, vergib Fehler, sei interessiert, hör zu, spreche ehrliches Lob aus, und behandele dich selbst genauso gut. Helfen ist kein Nullsummenspiel, manchmal gewinnen beide, z. B. durch das damit verbundene Lernen. Jede Beurteilung von Verhalten ist subjektiv und stimmungsabhängig. Negativ wirkendes Verhalten ist nur sehr selten persönlich gemeint. Meistens ist es situationsspezifisch und flüchtig. Verhält sich jemand dir gebenüber falsch, geh erstmal nicht von Bösartigkeit aus, sondern einfach von Unwissenheit.

Loslassen

Lass los. Alte Dinge, Pläne, Überzeugungen, Gewohnheiten, Peinlichkeiten, Aktivitäten und Bekanntschaften. Nutz dein Hirn fürs eigentliche Problemlösen. Finde Denkschleifen und löse sie auf. Strukturiere dein Denken und externalisiere es mit Mind-Maps oder in Form von Prosa, z. B. in einem Tagebuch, was auch immer dein Style ist. Nutze Tools, die dir helfen, sinnlose Beschäftigungen oder belastendes Dinge-im-Kopf-Behalten zu vermeiden, beispielsweise Kanban, Kalender-Apps, Automatisierung, usw. Befreie dein Leben von den nichtessentiellen Dingen wie Nachrichten, Instagram, gewissen Leuten oder Fernsehen, falls sie dir keine Freude bringen. Wirf unwissenschaftliche Ansichten genauso ab. Es ist OK, ein „Ja.“ oder ein „Nein.“ durch ein „Ich hab keine Ahnung.“ zu ersetzen. Letztendlich vergiss sogar dieses hier erleuterte Rahmenkonzept wieder. „Perfektion entsteht nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.“

Anfängergeist

Fehlschläge sind durchaus eine Option, weil man aus ihnen lernt. Verlasse deine Komfortzone. Es ist OK wenn du in einem neuen Bereich/Thema dumm aussiehst und dich auch so fühlst. Lass dir Zeit, die Dinge wirklich zu verstehen. Nicht nur das „Was?“ sondern auch das „Warum?“. Wenn du denkst, du hast etwas nicht-triviales kapiert, versuch mal, es jemand anderem zu erklären, z. B. durch das Schreiben eines Blogs. So kannst du Verständnislücken bei dir selbst entdecken.

Achtsamkeit

Sei Achtsam, lebe in der Gegenwart, konzentriere dich nur auf eine Sache gleichzeitig. Genieße, was du tust, indem du voll darin eintauchst. Versuche mal, zu beobachten ohne zu bewerten: Die Geräusche um dich herum, wie sich dein Körper anfühlt wenn du läufst, oder sogar dein eigenes Denken.

Gewohnheiten

Mache simple (nicht unbedingt einfache) Dinge regelmäßig richtig. Wähle deine Gewohnheiten bewusst aus, sodass ohne Druck Erfolg aus ihnen folgen kann. „Wissen ist nicht genug – wir müssen Wissen anwenden können. Der Wille allein reicht nicht – wir müssen handeln.“ Egal, was es ist, jeden Tag ein paar Seiten in Fachbüchern lesen, gesund essen, Meditieren, Dinge zu Ende bringen, Orte/Situationen/Projekte in einem saubereren Zustand hinterlassen. Arbeite an welcher Fähigkeit auch immer, die dich dahin bringen kann, wo du hin möchtest, sei es bezogen auf deine Gesundheit, die Karriere, Beziehungen oder das allgemeine Glücklichsein.
Sobald du etwas zu einer Gewohnheit gemacht hast, kostet es nicht mehr so viele mentale Energie, es zu tun, weil du keine Entscheidung mehr treffen musst. Du machst es einfach regelmäßig, so wie du auch deine Zähne putzt. Wenn du eine deiner Regeln mal nicht wörtlich befolgt hast, mach dich nicht verrückt, sondern einfach weiter.

Zusammenhänge

Natur -> Wasser

Die Naturgesetze sind wie sie sind, und Dinge verändern sich.

Wasser -> Schmerz

Veränderung ist unparteiisch. Manchmal sind die Ergebnisse von chaotischem Verhalten positiv für dich, aber manchmal auch negativ; auch ganz ohne dass irgendwer „böses“ dahintersteckten muss.

Natur -> Einsheit

Abgeschlossene Identitäten sind imaginativ. Alle ist Teil des gleichen Prozesses.

Wasser -> Vergänglichkeit

Durch die ständigen Veränderungen ist nichts dauerhaft.

Loslassen -> Gewohnheiten

Wenn du dich von alten Gewohnheiten befreist, hast du mehr Platz für neue.

Loslassen -> Achtsamkeit

Wenn du Gedanken loslassen kannst, kann dein Bewusstsein mehr neue Eindrücke aufnehmen.

Loslassen -> Anfängergeist

Wirf altes Wissen über Bord, und lasse neue Erkenntnis zu.

Vergänglichkeit -> Loslassen

Alles wird eh irgendwann vergehen, also häng nicht zu sehr dran.

Vergänglichkeit -> Liebe

Niemand wird ewig da sein, also erfreue dich an der Zeit, die dir mit den Menschen, die du liebst, gegeben ist.

Einsheit -> Achtsamkeit

Wenn du dir bewusst wirst, wie alles miteinander verbunden ist, gehst du achtsamer durch die Welt.

Einsheit -> Liebe

Wenn wir schon im gleichen Boot sitzen, sollten wir es uns gegenseitig nicht auf noch schwer machen.

Gewohnheiten -> Achtsamkeit

Gewöhne dir an, Achtsam zu sein, indem du es immer wieder bewusst versuchst.

Gewohnheit -> Liebe

Mache es dir ebenfalls zur Gewohnheit, erstmal zu versuchen, die positiven Seiten an jeder Person zu entdecken.

Akzeptanz -> Anfängergeist

Wenn wir akzeptieren, dass unser eigenes Wissen unvollkommen ist, fällt es uns leichter, uns weiterzuentwickeln.

Wasser -> Akzeptanz

Da sich alles verändert, ist auch nichts dauerhaft perfekt; außer Mathematik vielleicht. 😛

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